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Wiesenbrüter 

Großer Brachvogel 

„Brachvogelrufe und -gesänge gehören zu den melodischsten und stimmungsvollsten Vogellauten unserer Kulturlandschaft.“

Er ist der größte Watvogel Europas und vor allem an seinem langen, nach unten gekrümmtem Schnabel gut zu erkennen. Der ursprüngliche Lebensraum des Großen Brachvogels waren baumfreie Moore, also „Brachen“, der jenes allzu feuchte Gelände gemeint, das der Landwirt sowieso links liegen ließ.




Gezwungenermaßen musste die Art daher auf Grünlandbiotope umsiedeln. Aber auch dort wurden die Brutbedingungen auf den immer intensiveren Wirtschaftswiesen oder den entwässerten und zu Äckern umgebrochenen Flächen immer schlechter. Es droht das Aussterben.






Im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen gibt es ca. 25 Brutpaare des Großen Brachvogel. Das sind 5 % der bayernweiten Population dieses vom Aussterben bedrohten Wiesenbrüters. Sie verteilen sich hauptsächlich auf das Niedermoorgebiet des Bayerischen Donaumoos, aber auch im Paartal bei Waidhofen sind einige zu beobachten. Bayernweit wurden 2021 gerade mal 531 Revier- und Brutpaare gezählt.


Der älteste bisher bekannte, mit einem Fußring markierte Brachvogel, erreichte ein Alter von 37 Jahren. Schon im 2. bis 3. Lebensjahr sind die Tiere geschlechtsreif. Brachvögel sind sehr ortstreu. Sie brüten selbst dann noch an ihren alten Plätzen, wenn klar ist, dass der Nachwuchs keine Überlebenschance hat.


Kiebitz

„Der Kiebitz verdankt seinen deutschen Namen dem etwas schrillen Ruf „kju-wiet“.“

Der Kiebitz gehört zur Familie der Regenpfeifer. Seinen Namen gab ihm der Balzruf. „kju wiet“ tönt es im Frühjahr über den feuchten Wiesen und Äckern. Auch an ihren charakteristischen Flügen sind die Kiebitze schon von weitem gut zu erkennen. Die Briten tauften den schwarz-weißen Vogel „Lapwing“. Und so wirken seine Flügel (wings), deren Enden breit sind, im Flug wie Lappen (laps).



Leider bietet sich das Schauspiel balzender Kiebitze längst nicht mehr auf jedem Grünland in Bayern. Durch die Intensivierung der Landwirtschaft und den zunehmendem Maisanbau sind die Bestände stark geschrumpft. Auch Beutegreifer wie Fuchs und Marder machen dem am Boden brütenden Vogel zu schaffen. Bayernweit wurden 2021 bei der landesweiten Wiesenbrüterkartierung gerade mal 3.790 Revier- und Brutpaare gezählt. Im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen haben wir ca. 160 Revier-/Brutpaare.





Kiebitzeier wurden vor hundert Jahren noch gesammelt und verspeist. Es war eine weit verbreitete Sitte. Die ist lange vorbei und zudem streng verboten. Kiebitze können bis zu 20 Jahre alt werden. Außerdem leben sie monogam, die Paare bleiben sich also ein Leben lang treu.