Energieeffizienz zum Anfassen: Landkreis lädt zu Hausbesuchen ein
• Drei Praxisbeispiele zeigen im Oktober, wie energetische Sanierung gelingen kann
Neuburg-Schrobenhausen – Wie kann ein älteres Wohnhaus Schritt für Schritt energetisch verbessert werden? Wie wird aus einem Gebäude aus den 1950er-Jahren ein modernes Effizienzhaus? Und wie lassen sich historische Bausubstanz und zeitgemäße Energieeffizienz miteinander verbinden?
Antworten auf diese Fragen gibt der Landkreis Neuburg-Schrobenhausen im Oktober 2026. Nach dem großen Interesse im vergangenen Jahr lädt das Landratsamt erneut zu drei Hausbesuchen unter dem Titel „Besuch innovativer Energieeffizienzlösungen für Eigenheime“ ein. Bürgerinnen und Bürger können dabei Lösungen direkt vor Ort kennenlernen und sich mit Energieberatern und Fachleuten austauschen.
„Bei den Hausbesuchen geht es darum, Energieeffizienz greifbar zu machen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sehen direkt vor Ort, welche Maßnahmen umgesetzt wurden und welche Lösungen für das eigene Gebäude interessant sein könnten“, erklärt Klimaschutzmanager Christoph Unterburger.
Den Auftakt macht am Freitag, 9. Oktober, die Familie Schmerse in Waidhofen, Ortsteil Wangen. Unter dem Titel „Schritt für Schritt zum energieeffizienten Zuhause“ wird gezeigt, dass eine energetische Sanierung auch schrittweise erfolgen kann. Auf Grundlage eines individuellen Sanierungsfahrplans wurden bereits das Dach saniert, Fenster ausgetauscht, die Kellerdecke gedämmt und eine moderne Wärmepumpe eingebaut. Langfristig soll das Gebäude einen Effizienzhausstandard erreichen. Energieberater Ferdinand Mießl informiert über technische Lösungen, Fördermöglichkeiten und die sinnvolle Reihenfolge einzelner Maßnahmen.
Am Freitag, 16. Oktober, folgt in Neuburg an der Donau der Hausbesuch „Vom Altbau zum Effizienzhaus 55 EE“ bei Familie Engel. Ein Einfamilienhaus aus den 1950er-Jahren wird umfassend energetisch saniert und zu einem modernen Mehrfamilienhaus umgebaut. Zum Konzept gehören unter anderem die Dämmung von Dach und Außenwand mit Holzfaser, neue Fenster, die Dämmung der Kellerdecke sowie eine Wärmepumpe in Kombination mit einer Photovoltaikanlage. Eine kontrollierte Wohnraumlüftung sorgt für zusätzlichen Wohnkomfort. Energieberater Ferdinand Mießl steht für Fragen zu Sanierung, Umnutzung und Fördermöglichkeiten zur Verfügung.
Den Abschluss bildet am Freitag, 23. Oktober, der Besuch bei Familie Streber in Aresing, Ortsteil Rettenbach. Beim „Bauernhaus von 1909 zum Effizienzhaus“ geht es darum, historische Bausubstanz zu erhalten und gleichzeitig energetisch zu modernisieren. Dach und Außenwand wurden mit Holzfaser gedämmt, die Fenster ausgetauscht und die Kellerdecke gedämmt. Die bisherige Energieversorgung wurde durch jeweils eine Wärmepumpe für Heizung und Warmwasser in den beiden Wohneinheiten ersetzt. Eine Photovoltaikanlage mit Hausbatterie versorgt unter anderem die Wärmepumpen mit Strom; zwei Wallboxen ergänzen das Energiekonzept. Fachliche Einblicke geben Monika Meyer (Fachplanung und Koordination), Stephan Wittkopf (Heizungsbau) und Elias Jann (Elektrotechnik).
Die drei Hausbesuche zeigen unterschiedliche Wege zu mehr Energieeffizienz – von der schrittweisen Sanierung über die umfassende Modernisierung bis zur energetischen Sanierung eines historischen Bauernhauses. Die Veranstaltungen richten sich an Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer, Bauherren sowie Sanierungs- und Neubauinteressierte.
Interessierte können sich unter https://neuburg-schrobenhausen.de/Klimaschutz/ über die Inhalte der Termine informieren und sich anmelden.