Seeäcker westlich Irgertsheim
Nördlich von Bergheim und nordwestlich von Irgertsheim befindet sich das Gebiet „Seeäcker westlich Irgertsheim“, eine Feuchtwiesenfläche, welche mit Seggen- und Schilfbeständen bewachsen ist.
Zentrum dieses Landschaftsbestandteils ist eine Geländemulde und ein in ost-westliche Richtung verlaufender Graben, die beide im Sommer weitgehend ausgetrocknet, im Frühjahr aber mit Sickerwasser überflutet sind, so dass zeitweise eine 5000 qm große Wasserfläche entsteht. Dieser Teich wird gerne von Zugvögeln aufgesucht, die auf dem Flug in ihre Sommer-oder Winterquartiere hier Nahrungs- und Lebensraum finden.
Darüber hinaus bieten die „Seeäcker westlich Irgertsheim“ zahlreichen bedrohten Amphibienarten, wie der Knoblauchkröte oder dem Laubfrosch, Unterschlupf. Sie nutzen die mit Wasser überschwemmte Wiesensenke als Laichgewässer. Der Ungewöhnliche Wanderläufer, eine Laufkäferart, wurde hier erstmals in ganz Bayern nachgewiesen. Eine einmalige Seltenheit stellt außerdem der Blattfußkrebs (Lepidurus apus) – ein kleiner Urzeitkrebs - dar, der bayernweit ausschließlich in den „Seeäckern westlich Irgertsheim“ zu finden ist.