13.07.2017

Landkreis investiert in den Hochwasserschutz

Landkreis investiert in den HochwasserschutzLandratsamt Neuburg-Schrobenhausen - Birgit Foerstl-Wolf

Gemeinsam mit den Kreisräten Thomas Hümbs, Klaus Angermeier und Josef Dietenhauser, Kreisbrandrat Stefan Kreitmeier sowie den Kreisbrandinspektoren Andreas Stark, Peter Mayer und Klaus-Peter Stark übergab Landrat Roland Weigert (l.) die neue Sandsackfüllmaschine ihrer Bestimmung.

  • Landrat übergibt neue 16.000 Euro teure Sandsackfüllmaschine an Kreisbrandinspektion.


Mit einer eigenen Sandsackfüllmaschine verbessert der Landkreis Neuburg‐Schrobenhausen den örtlichen Hochwasserschutz. Landrat Roland Weigert übergab das Gerät der Spezialfirma König Innovationstechnik GmbH aus Berchtesgaden an Kreisbrandrat Stefan Kreitmeier.


Die zurückliegenden Hochwasserereignisse im Landkreis haben gezeigt, wie hilfreich die universell einsatzbaren Sandsäcke bei der Bekämpfung der Fluten sind. Unter anderem beim Pfingsthochwasser 2013 in Schrobenhausen konnten durch die schnelle Errichtung von Sandsackbarrikaden entlang von Weilach und Paar schlimmere Schäden verhindert werden. Bislang standen zur Befüllung insgesamt vier Maschinen der beiden Städte Neuburg und Schrobenhausen zur Verfügung. Die neue Abfüllanlage stellt sicher, dass im Ernstfall auch die übrigen Gemeinden besser abgedeckt werden können. Das Fabrikat Power‐Sandking 800 Turbo steht auf einem Transportanhänger und kann dadurch schnell von seinem Standplatz bei der Freiwilligen Feuerwehr Bergheim an den jeweiligen Einsatzort gebracht werden. Die Maschine fasst maximal 800 Liter Sand und befüllt pro Stunde bis zu 4.600 Säcke. Von den rund 16.000 Euro Anschaffungskosten übernimmt der Landkreis 9.000 Euro. 7.000 Euro kommen als Förderung vom Freistaat Bayern.


„Der Schutz unserer Bürgerinnen und Bürger vor ernsthaften Schadenslagen hat für uns oberste Priorität“, versicherte Landrat Roland Weigert bei der Übergabe der Neuanschaffung an die Kreisbrandinspektion, „deshalb investieren wir nachhaltig in die Ausrüstung im Bereich Katastrophenschutz. Mit Donau, Paar, Weilach, Ussel und Ach haben wir mehrere Gefahrenpunkte für Hochwasserlagen. Auch extreme Wetterphänomene wie Starkregenereignisse nehmen immer mehr zu. Die Sandsackfüllmaschine erhöht unsere Schlagkraft in solchen Fällen weiter.“ Landrat Weigert dankte Kreisbrandrat Stefan Kreitmeier, der Kreisbrandinspektion und den Freiwilligen Feuerwehren im Landkreis, die sich um die Maschinen kümmern und diese im Ernstfall betreiben. Als ergänzender Baustein für den Hochwasserschutz ist als nächstes die Anschaffung eines Schmutzwasserpumpenkontingentes geplant. Der Kreistag hat bereits die Beratungen darüber aufgenommen.

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