Absichtserklärung: Kliniken bringen Kooperation auf den Weg

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Das Kreiskrankenhaus Schrobenhausen sowie das Universitätsklinikum Augsburg streben eine Zusammearbeit an und haben dazu einen Letter of Intent unterzeichnet. Foto: Pixabay

26.06.2020 Um ihren Patienten die bestmögliche medizinische Versorgung anbieten zu können, planen das Kreiskrankenhaus Schrobenhausen sowie das Universitätsklinikum Augsburg eine Kooperation. Nach intensivem Austausch haben beide Seiten nun eine Absichtserklärung (Letter of Intent) unterschrieben, mit welcher eine Zusammenarbeit angestrebt wird. Gemeinsames Ziel ist es, die Versorgungssituation weiter zu verbessern und die Ausbildung des klinischen Personals zu fördern. In diesem Zuge soll auch die Möglichkeit einer Ernennung des Kreiskrankenhauses Schrobenhausen zum akademischen Lehrkrankenhaus der Medizinischen Fakultät Augsburg geprüft werden.

„Durch eine gemeinsame Ausbildung junger Ärzte versprechen wir uns in Zukunft die Möglichkeit der Entwicklung spezifischer Kompetenzen und Behandlungsschwerpunkte zu ermöglichen“, betont Dr. Holger Koch, Geschäftsführer des Kreiskrankenhauses Schrobenhausen. Davon würden die Patienten beider Häuser profitieren, so Dr. Martin Schreiber, Ärztlicher Direktor des Kreiskrankenhauses: „Wir haben das Ziel, unsere Patienten zukünftig gemeinsam noch besser zu betreuen. Dabei sollen sie zeit- und bedarfsgerecht von den Behandlungsmöglichkeiten beider Kliniken profitieren.“ Landrat Peter von der Grün ist überzeugt davon, dass eine solche Kooperation eine Stärkung des Kreiskrankenhauses bewirkt: „Das Kreiskrankenhaus ist eine wichtige Säule in der Gesundheitsversorgung der Bürgerinnen und Bürger in unserem Landkreis. Daher arbeiten wir intensiv daran, die Zukunftsfähigkeit unseres Hauses zu untermauern. Ich bedanke mich für den Vertrauensvorschuss und freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit der Uniklinik Augsburg.“ Der Landrat dankt dabei Wirtschaftsstaatssekretär Roland Weigert, der im Herbst 2019 den Kontakt zwischen den beiden Häusern hergestellt hat.

Professor Michael Beyer, Vorstandsvorsitzender und Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Augsburg, unterstreicht die Wichtigkeit der regionalen Vernetzung und die Vorteile einer Kooperation in der Patientenversorgung und in der Ausbildung von klinischem Personal: „Die Vorteile einer regionalen Vernetzung zeigen sich in der jetzt geschaffenen Struktur des Bayerischen Zentrums für Krebsforschung (BZKF), die es erlaubt, neuste Forschungsergebnisse zum Wohle des Patienten einzusetzen, die sogenannte translationale Medizin.“

 

 

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