19.07.2017

Eine Schulstunde im Bayerischen Landtag

Besuch der Sprachintensivklasse im Bayerischen LandtagLandratsamt Neuburg-Schrobenhausen

Auf Einladung der Integrationsbeauftragten der Bayer. Staatsregierung Frau Kerstin Schreyer (2.v.l.) besuchten die Schüler und Schülerinnen der SIK zusammen mit Herrn Nehir (o.r.) und den beiden Projektverantwortlichen des Landratsamts Fr. Emmy Böhm (1.v.l.) und Fr. Srocke (2.Reihe 3 v.l.) den Bayer. Landtag.

Auf Einladung von Kerstin Schreyer, Integrationsbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung, tauschten Schüler der Sprach-Intensiv-Klasse nach dem „Neuburger Modell“ ihr Klassenzimmer gegen den Senatssaal im Bayerischen Landtag.

 

35 Schülerinnen und Schüler aus 13 verschiedenen Ländern sind der Einladung von Kerstin Schreyer, Landtagsabgeordnete und Integrationsbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung gefolgt und durften zusammen mit sechs Eltern und den Lehrkräften am 5. Juli 2017 den Bayerischen Landtag besuchen.  Bei den Schülern aus der Sprach-Intensiv-Klasse nach dem „Neuburger Modell“ war die Aufregung groß einmal hinter die Kulissen zu schauen, zu erfahren, wie Politikmachen funktioniert und Einblicke in die Arbeit eines Abgeordneten zu gewinnen - der Besuch im Landtag versprach spannende Stunden.

 

Auf den Tag freuten sich die Schüler der zwei Gruppen von der Mittelschule bereits im Vorfeld sehr, da sie sich an diesem Tag außerhalb der Schulräume mit den vorab unterrichteten Themen einmal praktisch auseinandersetzen konnten.

 

Neben einer persönlichen Führung von Frau Schreyer durch die historischen Räumlichkeiten des Maximilianeums war ein besonderer Höhepunkt der Blick in den Plenarsaal.

 

Im Folgenden nahmen die Schüler, Eltern und Betreuer im Senatssaal Platz und erhielten Informationen über den Aufbau des Landtags, die Aufgaben des Landtags sowie der Abgeordneten und wie sich die Arbeitswoche der Integrationsbeauftragten neben der Aufgabe als Landtagsabgeordnete gestaltet. Ebenso erhielten die Schüler und Eltern die Gelegenheit Frau Schreyer Fragen zu stellen, die sie gerne und gut verständlich beantwortete. Auf Vorschlag von Frau Schreyer meldete sich freiwillig eine aus Eritrea stammende Schülerin als „Abgeordnete“ zu Wort, die für mehr Lehrer an Schulen plädierte, um noch mehr Deutschunterricht bekommen zu können. Ein Schulkamerad mit kongolesischer Nationalität plädierte dagegen und begründete dies, dass es schon genug Unterrichtszeiten gebe und stattdessen mehr Ferien eingeführt werden sollen. Die Integrationsbeauftragte nutzte die Gelegenheit und stellte anschließend eine Rede nach, welche den Kindern spielerisch einen Eindruck eines im Landtag eingebrachten Fraktionsantrages verschaffen sollte. Zum Thema „Sommerferien werden gestrichen und stattdessen sollen Schüler und Lehrer das Schulhaus reinigen“ kamen sowohl von den Schülern als auch von den Lehrkräften zahlreiche Einwände, die Frau Schreyer gekonnt aufnahm und umgehend in ihrer Antragsrede begründete. Das Interesse war groß, da Frau Schreyer die Schüler von Beginn an herzlich willkommen hieß und ihnen auch das durch das deutsche Grundgesetz festgeschriebene „Recht auf freie Meinungsäußerung“ dem Alter und der Sprachentwicklung  entsprechend übermitteln konnte. Eine Einladung zum Mittagessen in der Kantine rundete den Besuch ab.

 

Als Dankeschön für die Einladung und die Möglichkeit Demokratie live erleben zu dürfen überreichten die Schüler eine Tasse des Landkreises Neuburg-Schrobenhausen zusammen mit einem Kochbuch. Das Kochbuch wurde von den Schülern selbst gestaltet und beinhaltet internationale Rezepte von dem regelmäßig stattfindenden Elternkochen.

 

Am Ende ihres Besuchs im Bayerischen Landtag erhielten alle eine Mappe mit weiterführenden Informationen zur Geschichte des Maximilianeums und des bayerischen Parlaments, zur Mitwirkung in der Demokratie, zu den Abgeordneten, Gremien und Aufgaben des Bayerischen Landtags sowie zur Rolle Bayerns in Deutschland und Europa. Diese Unterlagen werden in den kommenden Wochen im Unterricht gemeinsam besprochen und dadurch der Wortschatz jedes einzelnen Schülers um politische Begriffe ergänzt.

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