Inhalt

Prostituiertenschutzgesetz 
Gesundheitliche Beratung nach § 10 ProstSchG 

Beratung für Sexarbeiter und Sexarbeiterinnen

Warum gibt es diese Beratung?

Die Beratung dient dem Schutz von in der Prostitution tätigen Personen. Sie dauert ca.1 Stunde und soll über Gefahren informieren und Unterstützungsangebote leichter erreichbar machen. Mit dem Gespräch wollen wir Ihnen helfen, Ihre Gesundheit und die Ihrer Kunden/Kundinnen zu schützen.

Für wen ist die Beratung?

Wenn Sie eine Tätigkeit als Prostituierte oder Prostituierter ausüben wollen, ist diese Beratung Pflicht. Sie muss vor der erstmaligen Anmeldung der Tätigkeit und auch später in regelmäßigen Abständen wahrgenommen werden.
Im Anschluss an die Beratung erhalten Sie eine Beratungsbescheinigung, die Sie zur Ausübung Ihrer Tätigkeit vorweisen können müssen. Ohne diese Bescheinigung können Sie sich nicht anmelden und dürfen somit nicht tätig sein. Für die Bescheinigung wird eine Gebühr von 35 € erhoben.
Die gesundheitliche Beratung müssen Personen ab 21 Jahren mindestens alle 12 Monate und unter 21 Jahre alle sechs Monate wiederholen.

Wer bietet diese Beratung an?

Fachkräfte aus dem Fachbereich Sexuelle Bildung vom Gesundheitsamt führen die Beratung durch. Auch hier gilt die Schweigepflicht, das heißt: alle Inhalte werden vertraulich behandelt und ergebnisoffen vermittelt. Die beratene Person erhält dabei die Gelegenheit, eine etwaig bestehende Zwangslage zu offenbaren.

Wie bekomme ich einen Termin?

Die Beratung erfolgt nach telefonischer Vereinbarung sowie zu den regulären Öffnungszeiten. Gerne können Sie sich auch mit einer E-Mail an uns wenden.

In welcher Sprache wird die Beratung angeboten?

Die Beratung erfolgt in deutscher Sprache. Sollten Sie sich hier unsicher fühlen, bringen Sie gerne eine Vertrauensperson und ggf. eine Dolmetscherin oder einen Dolmetscher mit.


Sie werden insbesondere zu folgenden Themen beraten:

  • Krankheitsverhütung
  • Empfängnisverhütung
  • Schwangerschaft
  • Risiken von Alkohol und Drogengebrauch


Was muss ich zum Termin dabeihaben?

Bitte bringen Sie einen Personalausweis, Reisepass oder Ausweisersatz und ggf. eine Aliasbescheinigung mit.


Gerne können Sie fragen, wenn Sie etwas nicht verstanden haben. Wenn Sie Probleme haben, können Sie diese mit uns besprechen. Wir werden versuchen, Ihnen eine geeignete Anlaufstelle für diese Probleme zu nennen und zu vermitteln.