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Erlebte inklusive Sportschule

Staatliche Förderung des Sports von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung

Durch eine zusätzliche Förderung des Sportbetriebs mit inklusiven Sportangeboten von Vereinen des Behinderten- und Rehabilitations-Sportverbands Bayern (BVS Bayern) soll dazu beigetragen werden, Barrieren und Berührungsängste zwischen behinderten und nichtbehinderten Menschen abzubauen und das Miteinander zu fördern. Im Rahmen einer Anschlussförderung an das sogenannte EISs-Projekt (Erlebte inklusive Sportschule) des Staatsministeriums für Arbeit und Soziales, Familie und Integration soll die Nachhaltigkeit des gemeinsamen Sporttreibens von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderung unter Anleitung ausgebildeter Übungsleiterinnen und Übungsleiter in inklusiven, wohnortnahen Vereinsstrukturen verbessert werden.

Gegenstand der Förderung

Gefördert werden Sachausgaben (Sportgeräte, Mieten), Aus- und Fortbildungen sowie Übungsleiterhonorare in pauschalierter Form.

Art und Umfang der Förderung

Die Zuwendungen werden als projektbezogene Zuschüsse im Wege der Festbetragsfinanzierung gewährt.

Die Höhe der Zuwendung beträgt 1.380,00 pro EISs-Gruppe (Erlebte inklusive Sportschule) jährlich, jedoch maximal 90 % der förderfähigen Ausgaben – unter Vorbehalt der für diesen Zweck zur Verfügung stehenden jährlichen Mittel im Staatshaushalt. Reichen die verfügbaren Haushaltsmittel nicht aus, ist die Pauschale anteilig für alle EISs-Gruppen (Erlebte inklusive Sportschule) zu kürzen.

Antragsvoraussetzungen


  • Antragsberechtigt sind Sportvereine in Bayern, die am 1. Januar des jeweiligen Förderjahres Mitglied des BVS (Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband Bayern e.V.)  sind und die ihre Mitglieder, die am EISs-Projekt (Erlebte inklusive Sportschule) partizipieren, beim BVS Bayern (Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband Bayern e.V.) gemeldet haben. Teilnehmer einer EISs-Gruppe (Erlebte inklusive Sportschule) können nur Mitglieder des Vereins bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres sein (ausgenommen Menschen mit geistiger Behinderung).
  • Ein Eigenanteil in Höhe von mindesten 10 % der Gesamtausgaben einer EISs-Gruppe (Erlebte inklusive Sportschule) ist durch den antragstellenden Sportverein zu erbringen.
  • Die EISs-Gruppe (Erlebte inklusive Sportschule), für die die Förderung beantragt wird, muss bereits Gegenstand der EISs-Projekt-Förderung (Erlebte inklusive Sportschule)durch das Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration gewesen sein.
  • Die für den inklusiven Sportbetrieb erforderlichen barrierefreien Sportstätten müssen zur Verfügung stehen.
  • Die EISs-Gruppe (Erlebte inklusive Sportschule) ist von einem qualifizierten Übungsleiter (mindestens erste Lizenzstufe im Behinderten- und/oder Inklusionssport nach den Richtlinien des Deutschen Behindertensportverbandes e. V. – DBS) zu leiten.
  • Von den Teilnehmern der Gruppe müssen mindestens 30 % eine Behinderung und mindestens 20 % keine Behinderung haben. Die Gruppengröße muss im ersten Jahr der Förderung mindestens sechs Teilnehmer und ab dem zweiten Jahr der Förderung mindestens acht Teilnehmer betragen.
  • Eine EISs-Gruppe (Erlebte inklusive Sportschule) setzt eine Übungsveranstaltung pro Woche (ausgenommen in Ferienzeiten), mindestens jedoch 38 Übungsveranstaltungen pro Jahr verteilt auf mindestens 20 Wochen voraus. Die Dauer einer Übungseinheit muss mindestens 60 Minuten betragen.

Antragsverfahren

Der Antrag auf eine EISs(Erlebte inklusive Sportschule)-Projekt-Anschlussförderung ist vom durchführenden Sportverein bis einschließlich 1. März eines Förderjahres zu stellen und bei der jeweils zuständigen Kreisverwaltungsbehörde (Landratsamt Neuburg-Schrobenhausen) mit allen erforderlichen Unterlagen einzureichen.

Die Beantragung zur Förderung von mehreren EISs(Erlebte inklusive Sportschule)-Projekten durch einen Verein ist zulässig. Für jedes Projekt ist jedoch ein gesonderter Förderantrag zu stellen. Hierfür stehen den Sportvereinen über den BVS Bayern (Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband Bayern e.V.) entsprechende Formblätter zur Verfügung.

Dem Antrag sind folgende Unterlagen beizufügen:

  • Bestätigung der Mitgliedschaft des Vereins beim BVS Bayern (Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband Bayern e.V.)

  • eingesetzte Übungsleiterlizenz (in Kopie)

  • Teilnehmerliste (abgestempelt vom BVS Bayern (Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband Bayern e.V.) einschließlich Geburtsdatum und Grad bzw. Art der Behinderung der Teilnehmer

  • Nachweis der Mitgliedermeldung beim BVS Bayern (Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband Bayern e.V.) für die Teilnehmer

  • Jahresplanung hinsichtlich Ort und Zeit der geplanten Übungsveranstaltungen

  • Finanzierungsbestätigung über einen eigenen Mitteleinsatz des Vereins in Höhe von mindestens 154,00 (Eigenanteil: 10 % der förderfähigen Ausgaben)

  • im Falle eines Erstantrags auf eine Anschlussförderung ist die Bestätigung über den Erhalt einer Anschubfinanzierung durch das Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration beizulegen / Folgeanträgen der Verwendungsnachweis des Vorjahres

Verwendungsnachweis

Der Verwendungsnachweis muss folgende Angaben enthalten:

  • Teilnehmerliste mit Namen, Geburtsdatum, Grad bzw. Art der Behinderung, Mitgliedermeldung
  • Bestätigung der durchgeführten Übungsveranstaltungen mit Datum, Anzahl der jeweiligen Teilnehmer (im Namen, Geburtsdatum, Grad bzw. Art der Behinderung zur Feststellung des Mindestanteils behinderter (30 %) und nichtbehinderter (20 %) Teilnehmer sowie Zeit- und Ortsangaben der Veranstaltungen
  • Originalunterschrift des Vereinsvorsitzenden

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